Fassade streichen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Ein Fassadenanstrich schützt Putz und Mauerwerk vor Regen, Frost und UV-Strahlung. Wird er zu spät erneuert, dringt Feuchtigkeit ein und die Sanierung wird teurer. Wir erklären, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen.
Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Anzeichen für einen fälligen Fassadenanstrich
Fassadenfarben altern langsam und sichtbar. Wer die Zeichen früh erkennt, kommt meist mit Reinigung und Neuanstrich aus, statt Putz erneuern zu müssen.
- Abkreiden: Beim Darüberwischen bleibt Farbpigment an der Hand
- Algen- und Pilzbewuchs auf der Wetter- oder Nordseite
- Feine Haarrisse oder abplatzende Farbschichten
- Dunkle Feuchtestellen nach Regen, die lange sichtbar bleiben
- Verblassen und Fleckigkeit durch UV-Einwirkung
Die richtige Jahreszeit und das richtige Wetter
Fassadenfarben brauchen zum Trocknen und Aushärten Temperaturen zwischen etwa 5 und 25 Grad – auch nachts – und trockene Untergründe. Regen kurz nach dem Anstrich kann Streifen und Auswaschungen verursachen, pralle Sonne lässt die Farbe zu schnell anziehen.
Der Zeitraum von April bis Oktober ist deshalb ideal. Im Hochsommer arbeiten wir auf der Schattenseite oder in den Morgenstunden; im Herbst achten wir auf Taupunkt und Nachttemperaturen.
Vorbereitung entscheidet über die Haltbarkeit
Ein neuer Anstrich auf verschmutztem, algenbewachsenem oder kreidendem Untergrund hält nicht. Zur Vorbereitung gehören Reinigung mit Heißwasser oder Niederdruck, Behandlung von Algen und Pilzen, Schließen von Rissen, Ausbessern von Putzschäden und eine Grundierung, die den Untergrund verfestigt und die Saugfähigkeit ausgleicht.
Welches Farbsystem passt?
Auf mineralischen Putzen haben sich Silikatfarben bewährt, die sich chemisch mit dem Untergrund verbinden. Auf Wärmedämmverbundsystemen und stark bewitterten Flächen kommen Silikonharzfarben zum Einsatz: wasserabweisend, diffusionsoffen und schmutzabweisend. Dispersionsfarben sind eine wirtschaftliche Lösung für intakte, bereits dispersionsgestrichene Fassaden.
Typische Fehler
Zu dünner Auftrag, nur ein Anstrich, fehlende Grundierung, Streichen bei Regen oder Frost und das Überstreichen von losen Altanstrichen führen dazu, dass ein Fassadenanstrich statt 15 Jahren nur wenige Saisons hält. Ein Malerfachbetrieb prüft den Untergrund vorab und richtet das System danach aus.
Wann sich der Fachbetrieb besonders lohnt
Bei mehrgeschossigen Gebäuden, sichtbaren Rissen, Algenbefall oder einer gedämmten Fassade übernehmen wir nicht nur den Anstrich, sondern auch Gerüststellung, Voruntersuchung und die Auswahl des passenden Systems. Das senkt das Risiko von Folgeschäden deutlich gegenüber einem reinen Neuanstrich ohne Vorprüfung.


