Wie oft sollte man eine Wohnung streichen?
Es gibt keine gesetzliche Pflicht, Wände in festen Abständen zu streichen. Wie oft ein Anstrich sinnvoll ist, hängt von Raum, Nutzung und Farbqualität ab. Diese Richtwerte helfen bei der Planung.
Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Richtwerte je Raum
Stark genutzte Räume verschmutzen schneller. Küchen nehmen Fettdunst auf, Flure und Kinderzimmer bekommen Stöße und Fingerabdrücke, Bäder kämpfen mit Feuchtigkeit. Wohn- und Schlafzimmer halten deutlich länger.
- Küche und Bad: etwa alle 3 bis 5 Jahre
- Flur, Kinderzimmer, Treppenhaus: etwa alle 4 bis 6 Jahre
- Wohn- und Schlafzimmer: etwa alle 6 bis 10 Jahre
- Decken: meist seltener als Wände, außer in Küche und Bad
Anzeichen für einen neuen Anstrich
Unabhängig von Intervallen zeigt die Wand selbst, wann es Zeit ist: Vergilbung durch Sonnenlicht oder Nikotin, Glanzstellen durch Abwischen, sichtbare Ausbesserungen, Risse an Übergängen, abkreidende Farbe beim Darüberstreichen mit der Hand oder Stockflecken in Raumecken.
Bei Stockflecken oder dunklen Verfärbungen sollte vor dem Anstrich die Ursache geklärt werden – ein einfaches Überstreichen hält dann nicht lange.
Farbqualität verlängert die Intervalle
Hochwertige Innenfarben mit hoher Deckkraft und Nassabriebklasse 1 oder 2 lassen sich feucht abwischen, ohne zu glänzen. Das verschiebt den nächsten Anstrich gerade in Küche, Flur und Kinderzimmer um Jahre. Der Mehrpreis pro Eimer ist im Vergleich zu einem zusätzlichen Anstrich gering.
Was gilt in der Mietwohnung?
Starre Renovierungsfristen in Mietverträgen sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in vielen Fällen unwirksam. Ob Mieter beim Auszug streichen müssen, hängt von der konkreten Vertragsklausel und dem Zustand bei Einzug ab. Bei Unsicherheit lohnt sich eine rechtliche Beratung; wir übernehmen die Ausführung, sobald geklärt ist, wer beauftragt.
So bereiten Sie eine Besichtigung sinnvoll vor
Notieren Sie vorab, welche Räume betroffen sind, ob ein Farbwechsel gewünscht ist und ob Decken mitgestrichen werden sollen. Fotos von Problemstellen wie Flecken oder Rissen helfen uns, den Aufwand vorab besser einzuschätzen.
- Betroffene Räume und ungefähre Quadratmeterzahl
- Aktueller Farbton und gewünschter neuer Farbton
- Sichtbare Schäden: Risse, Flecken, Dübellöcher
- Gewünschter Zeitraum, etwa wegen Umzug oder Mieterwechsel


